Spezielle Themen
unserer Praxis:
- 3D-Ultraschall und
Doppleruntersuchung in der Schwanger-
schaft - Krebsvorsorge mit 3D Brust Ultraschall
- Anti-Aging
- Schönheit
Anti-Aging-Therapie
Länger leben, später altern!
Mit dem Körper verhält es sich wie mit einem Motor: Im Laufe der Zeit beginnt auch der robusteste Organismus zu verschleißen. Doch das Tempo, wie schnell dieser Verschleiß voranschreitet, läßt sich von außen beeinflussen und hängt davon ab, wie pfleglich man mit seinem Körper umgeht. Tausendmal gehört, aber in seiner Tragweite nur selten verstanden: Ein gesunder Lebensstil ist der beste Schutz gegen vorzeitiges Altern. Dazu gehören vernünftige Ernährung, ausreichend Schlaf, wenig Streß, wenig Alkohol und Verzicht auf Rauchen.
Gerade in der heutigen Zeit gelingt es jedoch immer weniger Frauen, ihrem Körper die nötige Schonung angedeihen zu lassen. In diesen Fällen läßt sich durch die gezielte Gabe von Vitaminen oder Hormonen der Verschleiß des Körpers abmildern. Um auf den Alterungsprozeß einwirken zu können, ist es wichtig, die Molekularbiologie des Körpers zu kennen. Denn die Geheimnisse des Alterns liegen in der Molekularstruktur der Zellen verborgen. Sogenannte "Freie Radikale" - aggressive chemische Partikel, die durch Umwelteinflüsse oder inneren Streß freigesetzt werden - greifen die Zellstruktur an und schädigen sie. Dazu nur ein Beispiel: Ein einziger Zug aus einer Zigarette überschwemmt den Körper mit so vielen Freien Radikalen, wie er Zellen besitzt.
Im Laufe
der Zeit können die Reparaturmechanismen des Körpers mit
den Zellschäden nicht mehr Schritt halten. Die zerstörerische Kraft
der Freien Radikale wird nach außen hin sichtbar: der Knochenabbau
schreitet
voran. Haut und Schleimhäute trocknen aus, die Haut wird faltig. So
gut
wie alle mit dem Alter auftretenden Krankheiten werden von Freien
Radikalen
verursacht - vom Herzinfarkt bis zum Krebs.
Vor allem bei Frauen, die stark unter Streß stehen, empfiehlt es sich frühzeitig - ab Mitte 30 - dem körperlichen Verschleiß gezielt entgegenzuwirken. Durch eine Blutuntersuchung läßt sich genau bestimmen, ob eine Anti-Aging-Therapie zu empfehlen ist. Das wird immer dann der Fall sein, wenn ein Mangel an bestimmten Vitaminen vorliegt oder ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt besteht. Je nach Befund wird dann für die Frauen ein Behandlungsplan aufgestellt, der die individuell dosierte Gabe von Vitaminen und/oder Hormonen vorsieht. Zentrale Regel: Zugeführt wird nur das, was fehlt. Wer über die nötigen Vitamine und Hormone von sich aus verfügt, braucht die Anti-Aging-Therapie nicht.
Das Wirkprinzip
Durch die Anti-Aging-Therapie wird es möglich, die Freien Radikale zu entschärfen und damit den körperlichen Alterungsprozeß abzubremsen. Durch die individuelle Gabe von Vitaminen und Hormonen - sowohl von innen wie von außen - läßt sich der Alterungsprozeß verlangsamen.
Vitamine: Wenn die Freien Radikale die Raubmörder des Körpers sind, dann sind Vitamine die Polizei.
Sie haben die richtige chemische Struktur, um Freie Radikale unschädlich zu machen. Sie stoppen ihre Entstehung, löschen sie aus und können sogar Schäden reparieren, die die Freien Radikale bereits angerichtet haben. Die wirkungsvollsten Radikalefänger sind Vitamin C, Vitamin E und Selen. Durch eine Untersuchung läßt sich bestimmen, in welcher Dosis welche Vitamine zugeführt werden sollten. Das blinde Schlucken unspezifischer Vitamintabletten hingegen bringt nicht den gewünschten Effekt.
Hormone: Auch Hormone spielen im Alterungsprozeß eine wichtige Rolle.
- Eine Schlüsselfunktion hat dabei das Melatonin. Es ist
das
Hormon der Schonung. Immer dann, wenn der Körper über zu wenig
Melatonin verfügt, findet er nicht die nötige Ruhe, um alle
nötigen
Reparaturmaßnahmen durchführen zu können. Bei Melatonin-Mangel
- der beispielsweise durch Alkohol, Nikotin und Aspirin ausgelöst
werden
kann - läßt sich durch die zusätzliche Gabe dieses Hormons
der Schlafrhythmus stabilisieren, was dem Körper erlaubt, sich
ausreichend
zu erholen.
- Das Hormon DHEA wird vom Körper immer dann
aktiviert, wenn
der Streß zu groß wird. Es ist der Gegenspieler des Streßhormons
Cortison. Bei einem erhöhten Cortisol-Spiegel kann es zu
Bluthochdruck
und sogenannter "Stamm-Fettsucht" kommen - Fettablagerungen am
Bauch und
im Gesicht. Wird bei einem Mangel von DHEA dieses Hormon
zugeführt,
dann wirkt der Streß nicht so zerstörerisch; außerdem beginnen
Fettpolster zu schmelzen.
- Das Wachstumshormon der Hirnanhangdrüse schließlich ist verantwortlich für das Wachstum neuer Zellen und steuert alle Prozesse für den Aufbau der Organe. Freigesetzt wird es vor allem bei körperlicher Bewegung und im Zustand des Hungerns. Aus diesem Grund ist regelmäßiger Sport zu empfehlen - mindestens zweimal die Woche 45 Minuten, am besten jeden Tag 30 Minuten.
Außerdem wirkt es sich auf das Erscheinungsbild der Haut sehr positiv aus, abends möglichst wenig zu essen. Dieser Verzicht aktiviert die Bildung des Wachstumshormons. In ausgewählten Fällen kann bei Wachstumshormonmangel nach sorgfältiger vorheriger Untersuchung Wachstumshormon zugeführt werden. Dies ist eine revolutionäre Entwicklung, In der Vergangenheit ging die Medizin davon aus, daß eine Wachstumshormongabe von außen nicht möglich ist.
Neben diesen Hormonen spielen auch die Geschlechtshormone beim Altern eine wesentliche Rolle: die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron sowie die männlichen Hormone, die Androgene.
Östrogene sind wichtig für die Stabilität der Knochen - wo sie ausbleiben, kann es zu Osteoporose kommen. Östrogene haben aber auch für die Sinne entscheidende Bedeutung: Wenn sie weniger werden, beeinträchtigt das massiv das Geschmack- und Geruchsempfinden - Folge einer Austrocknung der Schleimhäute. Außerdem beeinflussen Östrogene positiv den Blutfett-Stoffwechsel. Östrogene braucht man nicht zu fürchten, aber man muß sie kennen. Dann kann man eine individuelle Therapie individuell auf die jeweilige Frau abstimmen und Nutzen und Risken sorgfältig abwägen.
Das Hormon Progesteron ist besonders wichtig für den Wasserhaushalt, für die Stabilität der Venen und Knochen sowie für die seelische Ausgeglichenheit. Wo es fehlt, kommt es zu vermehrter Gereiztheit, einem Phänomen, das im Klimakterium häufig auftritt.
Die männlichen Hormone, die Androgene, sind für die Libido zuständig. Da Frauen die männlichen Hormone länger als die weiblichen Hormone produzieren, kommt es erst einige Jahre nach dem Klimakterium zur sogenannten "Andro-Pause": Die betroffenen Frauen haben keine Lust mehr auf Sex, selbst wenn ihre Partnerschaft so läuft, wie sie es sich wünschen. Androgen-Mangel macht sich aber auch äußerlich bemerkbar: er führt zu einer veränderten - schlafferen - Struktur des Bindegewebes. Durch die gezielte und individuell abgestimmte Gabe fehlender Hormone kann man im Einzelfall deutliche Verbesserungen im Wohlbefinden und im äußeren Erscheinungsbild erzielen.
Die Behandlung
Die Anti-Aging-Therapie ist eine sehr komplexe Methode. Von ganz entscheidender Bedeutung für den Behandlungserfolg ist die Dosierung. Denn ein Zuviel an Hormonen kann sich auf den Alterungsprozeß ebenso nachteilig auswirken wie ein Zuwenig.
Am Anfang steht die Blutuntersuchung. Mit ihrer Hilfe läßt sich genau ermitteln, ob dem Körper Vitamine oder Hormone fehlen oder ob bestimmte Hormone sogar im Überschuß vorhanden sind. Je nach dem ermittelten Vitamin- und Hormonstatus werden Vitamine und/oder Hormone innerlich und äußerlich verabreicht - in Form von Cremes, Haarwasser, Tabletten oder Infusionen. Die Anti-Aging-Therapie ist noch ein ganz junger Wissenschaftszweig, der im wesentlichen auf die Grundlagenforschung des Wiener Gynäkologen Dr. Dr. Johannes Huber zurückgeht. In Deutschland gibt es erst wenige Pioniere, die diese Erkenntnisse in der Praxis umsetzen.


